Geschäftsbericht für das Jahr 2015

 

 

 

Zum Jahresbeginn 2015 lag die Aufmerksamkeit der Unterstützung allein beim Marienheim-Hostel. Die Bauarbeiten an der im Vorjahr abgebrannten Baracke waren äußerlich weitestgehend beendet. Im Inneren fehlten bei unserem Besuch im Februar noch einige Sanitärgegenstände, der Bodenbelag sowie die Innenausstattung. An den übrigen Gebäuden konnten auf Grund dieser Großmaßnahme keine notwendigen Reparaturen bzw. Vorhaben getätigt werden. Der bis dahin über ein Jahr anhaltende Zustand, dass die Jungen im Hausaufgabenraum schlafen, neigte sich aber dem Ende. Der zuständige Bauleiter schätzte die Fertigstellungszeit baulicherseits auf 2-3 Wochen.

Bei unserem Besuch, bei dem es wieder einen ganz herzlichen Empfang durch die Kinder gab, baten wir diese, uns ihre Wünsche in Bezug auf das Hostel mitzuteilen. Viele Kinder beteiligten sich daran und schrieben diese auf kleine Zettel. Neben vereinzelten Wünschen nach einem Weihnachtsbaum, Süßigkeiten, grüner Wiese oder einem Fahrrad wünschten sich die meisten Kommunikationsmöglichkeiten (TV, Computer, Telefon), Sportgeräte und ein funktionierendes und sicheres Hostel. Für die gewünschten Medienzugänge konnten wir keine Lösung finden, da es dabei neben den Anschaffungskosten für die Technik auch ständig laufende Kosten gibt. Zudem droht bei einer kleinen Anzahl von Geräten Ärger bei der Nutzung durch die mehr als 110 Kinder.

Auf Grund des vorhandenen Geländes sahen wir jedoch Möglichkeiten für diverse Spiel- und Sportgeräte. Außerdem teilten wir der verantwortlichen Schwester Reginalda mit, wie wichtig den Kindern das Hostel ist und dass sie sich mit etwas mehr Farbe noch wohler fühlen würden. Im Laufe des Jahres wurden dann mit Hilfe unserer Spenden einige der Gebäude neu gestrichen sowie das Eingangstor erneuert.

 

Im Februar trafen wir dann auch die uns bekannte Schwester Verena. Sie offerierte uns ihre Vorstellungen von einem weiteren Kinderhilfsprojekt im Norden des Landes unweit der Stadt Omuthiya. Auf einem kleinen Grundstück sollte ein Gebäude für einen Kindergarten errichtet werden, welches Schutz vor Sonne und Niederschlägen bietet. Eine grobe Kostenschätzung hatte sie bereits vorliegen und wir konnten dem Projekt unsere Unterstützung zusagen. Bereits im April überwiesen wir einen ersten Betrag, so daß die ersten Aufträge ausgelöst werden konnten. Im September konnte Sr. Verena dann die notwendige staatliche Genehmigung zum Betrieb eines Kindergartens beantragen. Eine Lehrerin wurde gefunden und die ersten Kinder aus der Umgebung aufgenommen.

 

Mitte des Jahres fand wieder eine Veranstaltung statt, bei der wir den Spendern in Wort und Bild einen Eindruck darüber vermitteln, wo und wie die Spenden eingesetzt werden. Ein besonderes Highlight war 2015 der Besuch von Sr. Verena, die sich im Rahmen einer Weiterbildung innerhalb ihrer Kongregation zufällig in Deutschland aufhielt, in Freiberg.

 

Im Jahr 2015 wurden insgesamt 8.420,21 EUR gespendet. An das Marienheim-Hostel wurden 2.800,- EUR überwiesen, an das Kindergartenprojekt in Omuthiya 3.800,- EUR. Die Aufwendungen für den Besuch von Sr. Verena in Freiberg betrugen 428,21 EUR.